Neuer Dresscode bei der Volksbank Rhein-Lippe eG

Vorstand Rhein-Lippe eG
Auf dem Foto die Vorstände: v.l.n.r.: Claus Overlöper, Marc Indefrey, Ulf Lange

Die Volksbanker gehen künftig in deutlich lockererer Kleidung ihrer Arbeit nach. Die Vielfältigkeit und Individualität beim Kleidungsstil sowie die Nähe zum Kunden soll so noch besser dargestellt werden.
Wer in diesen Wochen eine der 15 Bankstellen der Volksbank Rhein-Lippe betritt, dem wird auffallen, dass etwas anders ist als sonst. Und das hat ausnahmsweise nichts mit Corona zu tun. Es ist vielmehr das veränderte optische Erscheinungsbild der Volksbank-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die ihre Garderobe für den Bankalltag nun individuell und eigenverantwortlich auswählen können.
Marie Brand, die seit rund einem Jahr im Personalmanagement der Volksbank Rhein-Lippe tätig ist, hat das Projekt an der Spitze einer sechsköpfigen Arbeitsgruppe geleitet. Sie erklärt, warum die Genossenschaftsbank an dieser Schraube gedreht hat: "Wir wollen damit unsere ohnehin schon vorhandene Kundennähe auch optisch besser darstellen, eventuelle Ungleichheit abbauen und sowohl unseren Mitgliedern als auch den Kundinnen und Kunden auf Augenhöhe begegnen", sagt sie. Im Detail sieht das ab sofort so aus: Der Klassiker darf beim männlichen Bankberater künftig im Schrank hängen bleiben - die Krawatte. Und auch Sneaker zum Anzug oder eine Jeans sind nun erlaubt. Mehr Lockerheit in Sachen Kleidung ist auch bei der weiblichen Belegschaft angesagt. Bluse, Blazer oder das schicke Kostüm sind nun kein Muss mehr, bedeckte Schultern keine zwingende Vorschrift.
Beim neuen Dresscode setzt die Volksbank Rhein-Lippe aber auch sehr stark auf die Eigenverantwortung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. "Wir wollen beim Outfit nicht das Rad neu erfinden. Unsere Kolleginnen und Kollegen können und sollen sich den Anlässen entsprechend kleiden. Und unsere Mitglieder, als auch unsere Kundinnen und Kunden sollen sich während der Beratung wohl fühlen", sagt Marie Brand. Um noch hinzuzufügen: "Die Kompetenz unserer Belegschaft stellt sich nicht über deren Kleidung dar."
Dass es zu diesem neuen Dresscode überhaupt gekommen ist, führt Marie Brand auf verschiedene Einflüsse zurück. Denn gesellschaftlicher Stil und welche Kleidung zu welchem Anlass als angemessen betrachtet wird, haben sich im Laufe der Zeit gewandelt.
Auch der Input der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter war ein wichtiger Entscheidungsfaktor. "Viele fühlten sich einfach unwohl und stark eingeschränkt. Und wenn bei uns der Mensch im Mittelpunkt steht, dann gilt das selbstverständlich auch für unsere Kolleginnen und Kollegen", so Marie Brand. Um ein möglichst breites Meinungsfeld in der Belegschaft abzudecken, war die Zusammensetzung der Arbeitsgruppe so konzipiert, dass vom Auszubildenden bis hin zum Bereichsleiter unterschiedliche Altersklassen und Positionen mit ins Boot geholt wurden.
Außerdem setzte die Volksbank Rhein-Lippe eG auf professionelle Unterstützung. Claudia Stöcker und Kerstin Benninghoff vom Modehaus ten Have in Voerde, Heiner Egeling vom gleichnamigen Modehaus in Dingden sowie das Schuhhaus Dismer begleiteten das Projekt, das unter dem Motto "Vielfalt bleibt hängen" stand. Und damit sowohl die Belegschaft als auch die breite Öffentlichkeit erfuhren, wie der neue Dresscode aussieht, stellte sich einige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als Models für eine Broschüre zur Verfügung. Eine Erfahrung, die laut Marie Brand "allen Beteiligten sehr viel Spaß gemacht hat".