Volksbank Dinslaken und Rhein-Lippe:

Geplanter Zusammenschluss stößt auf breite Zustimmung

Informationsabende für die Mitgliedervertreter

Dinslaken/Wesel. Die im Laufe des Jahres geplante Fusion der beiden benachbarten Volksbanken Dinslaken eG und Rhein-Lippe eG findet bei den Mitgliedervertretern beider Banken große Zustimmung. Dies war der Tenor der insgesamt 3 Dinslakener und 4 Weseler Informations- und Diskussionsveranstaltungen, zu der Vorstände und Aufsichtsräte beider Volksbanken jeweils die gewählten Mitgliedervertreter eingeladen hatten. Insgesamt rund 350  Personen nutzten die Gelegenheit, sich frühzeitig und aus erster Hand informieren zu lassen.

Die Veranstaltungen fanden zwischen dem 22. Januar und 31. Januar 2018 statt. Dabei erläuterten jeweils die Vorstandsmitglieder Claus Overlöper und Gerhard Bremekamp, Volksbank Dinslaken eG, und Gerd Hüsken, Ulf Lange und Gerhard Wölki, Volksbank Rhein-Lippe eG, den aktuellen Stand der Fusionsverhandlungen.

Grundlage für den Beschluss zur Aufnahme von Fusionsverhandlungen sind die großen Herausforderungen, die sich insbesondere durch die anhaltende Niedrigzinsphase, die immer komplexer werdenden Gesetzes- und Meldevorschriften sowie die Digitalisierung ergeben. Vor diesem Hintergrund gelte es, Antworten zu finden und die Leistungsfähigkeit beider Häuser im Interesse der Mitglieder und Kunden zu sichern.

Die Vertreter wurden informiert, dass nach sorgfältiger Prüfung der aufsichtsrechtlichen und betriebswirtschaftlichen Situation sowie intensiven Beratungen Aufsichtsräte und Vorstände zu der Überzeugung gelangt seien, dass die Herausforderungen von Gegenwart und Zukunft am besten durch das Zusammengehen beider Genossenschaftsbanken zu lösen seien.

Die Volksbank Dinslaken eG und die Volksbank Rhein-Lippe eG seien Genossenschaftsinstitute, die sich ihrer Tradition und Verantwortung bewusst seien. Mit engagierten Mitarbeitern böten beide Häuser ihren Mitgliedern und Kunden dauerhaft und in hoher Qualität genossenschaftliche Finanzdienstleistungen. Eine Fusion würde die Leistungsbreite deutlich erhöhen, da Spezialisten ausgebildet werden könnten.

„Beide Banken sind ohne Druck und aus einer Position der Stärke heraus in die Verhandlungen gegangen“, betonten die Vorstände. „Sie sind kerngesund und solide aufgestellt. Fusionsbedingte Kündigungen wird es nicht geben.“ Dies seien gute Voraussetzungen, um auch in Zukunft den genossenschaftlichen Förderauftrag gewissenhaft und zuverlässig zu erfüllen.

Die neue Bank würde den Namen Volksbank Rhein-Lippe eG tragen und eine Bilanzsumme von knapp 1,4 Milliarden Euro aufweisen. 320 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter würden sich an 24 Standorten für Mitglieder und Kunden engagieren. Auf die gegenwärtige Filialstruktur hätte die Fusion keine Auswirkungen. 

Mitarbeiter aus verschiedenen Abteilungen beider Häuser haben sich in den letzten Wochen mit dem Thema Werte auseinandergesetzt. Dieser Werteprozess, so die Vorstände, sei die Grundlage für eine gemeinsame stabile Zukunft. In die Definition und Bedeutung der Werte für die „neue Volksbank Rhein-Lippe eG“ werden auch die Vertreter eingebunden. Sie waren im Rahmen der Info-Abende gefragt, welche fünf Werte für sie die größte Bedeutung haben. Auch die weiteren Schritte zur Ausarbeitung der Werte werden nach genossenschaftlichem Vorbild von Mitgliedervertretern begleitet.

Am 29. Mai 2018 wird die Vertreterversammlung der Volksbank Dinslaken eG über die dann vorliegenden Vorschläge entscheiden, am 

5. Juni 2018 folgt die Vertreterversammlung der Volksbank Rhein-Lippe eG. Die Fusion würde rückwirkend zum 1. Januar 2018 erfolgen. 

Die Volksbank Dinslaken eG weist (Stand: 31.12.2017) eine Bilanzsumme von 334 Mio. Euro und ein betreutes Kundenvolumen von

765 Mio. Euro auf. Sie hat 83 Beschäftigte in 3 Geschäftsstellen und betreut 9.176 Mitglieder. 

Die Volksbank Rhein-Lippe eG verfügt über (Stand: 31.12.2017) eine Bilanzsumme von 1.034 Mio. Euro und ein betreutes Kundenvolumen in Höhe von 2.004 Mio. Euro Sie zählt 239 Beschäftigte in 13 Geschäftsstellen und hat 22.480 Mitglieder.