Volksbank blickt auf ein erfolgreiches und abwechslungsreiches Jahr 2017 zurück

ServiceTeam / Öffnungszeiten / Videoservice / Umbau - das vergangene Jahr hat viel mit sich gebracht

Bilanzpressekonferenz 2018

Wesel. Die Volksbank Rhein-Lippe eG kann auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2017 mit ihren Mitgliedern und Kunden zurückblicken. 

Die Bilanzsumme stieg im Vergleich zum Vorjahr um 4,5 % auf 1.034,7 Mio. Euro und ist damit erstmals zehnstellig „Wir sind mit unserer Ertragslage sehr zufrieden, wenngleich wir unseren Erfolg neben der Bilanzsumme auch noch an anderen Parametern festmachen“, so Vorstandsmitglied Gerd Hüsken. 

So sind die Kundeneinlagen wie im Vorjahr weiter gestiegen, um 4,6 % auf 692,9 Mio. Euro und es wurden insgesamt 552 neue Mitglieder gewonnen.

Auch das Vertrauen in die Bank ist im vergangenen Jahr weiter gewachsen. So ist die Anzahl neuer Girokonten um 128 gestiegen, obwohl die Anzahl an Kunden - bedingt durch den demografischen Wandel - insgesamt zurückgegangen ist. Rückblickend sind seit 2014 gut 600 neue Privatgirokonten eröffnet worden, vermehrt wurde von den Kunden dabei das Internet-Konto „VR-Online“ gewählt. Die Bank blickt damit auf eine stetig wachsende Marktdurchdringung zurück und entnimmt dieser Zahl zudem eine wertvolle Information - ein verändertes Kundenverhalten, auf das in 2017 mit dem neuen ServiceTeam, dem Videoservice und angepassten Öffnungszeiten reagiert wurde.

„In den letzten Jahren kommen messbar deutlich weniger Kunden zu uns in die Bankstellen. Ein Großteil unserer Mitglieder und Kunden ist immer mobiler unterwegs und schätzt es, ihre Bankgeschäfte jederzeit und von überall zu machen. Die Anforderungen an uns haben sich somit in den letzten Jahren grundlegend geändert. Der Wunsch nach umfas­sendem Service und bester Erreichbarkeit auf unterschiedlichen Kommunikationskanälen ist gewachsen. Das persönliche Beratungsgespräch nutzen viele Kunden vermehrt nur in bestimmten Lebensphasen oder für umfangreichere Finanzgeschäfte, wie das Anlagegeschäft oder die klassische Baufinanzierung. Andere Kunden hingegen suchen regelmäßig noch den Weg zu uns und lassen sich auch gerne bei alltäglichen Dienstleistungen unterstützen“, erklärt Hüsken. „So haben wir es uns in 2017 auf die Fahne geschrieben, zum einen mit dem sich stetig veränderten Nutzungsverhalten einer großen Kundengruppe mitzugehen und zum anderen, die verschiedenen Bedarfe unserer anderen Kunden weiterhin zu bedienen“, so das Vorstandsmitglied weiter. „Klar war für uns“, ergänzt Gerhard Wölki (Vorstandsmitglied) „dass wir bei all dem in der Fläche bleiben und keine Bankstellen schließen werden“.

Die Volksbank Rhein-Lippe eG hat sich somit dazu entschieden, ab dem 6. November 2017 mit einem ServiceTeam und angepassten Öffnungszeiten an den Start zu gehen. Die 13 Bankstellen konnten so aufrecht erhalten bleiben, sind weiterhin bemannt und bieten genossenschaftliche Beratung von 8 bis 20 Uhr. Vom Standort in Hamminkeln aus betreuen zusätzlich 14 hauseigene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im ServiceTeam die Kunden und Mitglieder montags bis freitags in der Zeit von 8 bis 18 Uhr am Telefon. Um die 23.000 Anrufe wurden vom Team bereits bearbeitet. Die Berater in den Bankstellen vor Ort haben so natürlich deutlich mehr Zeit für ihre Termine gewonnen und können sich noch mehr auf die Bedarfe ihrer Kunden einstellen, zumal ein umfangreiches Gespräch gut und gerne zwei Stunden dauern kann – Vor- und Nachbereitungszeit nicht mitgerechnet. Neben neuen Arbeitsplätzen, die geschaffen wurden, wurde so auch die Arbeitseffizienz des bestehenden Beraterpools optimiert.

Als weitere Serviceleistung und Anpassung an das veränderte Kundenverhalten ist auch der wenige Monate alte Videoservice zu nennen, den es nach den Umbaumaßnahmen in den Filialen Mehrhoog und Friedrichsfeld gibt. Dort betritt der Kunde - auch außerhalb der angepassten Öffnungszeiten - eine Videokabine und ist automatisch per Bildschirm mit dem ServiceTeam in Hamminkeln verbunden. Natürlich muss er sich mit Personalausweis oder Kontokarte legitimieren und kann dann kleinere Aufträge wie Überweisungen oder Daueraufträge mit Hilfe des Mitarbeiters in der Liveschaltung abwickeln. Der Videoservice kann in der Woche jeden Tag von 8 bis 18 Uhr genutzt werden.

Insgesamt hat sich die wöchentliche Servicezeit der Volksbank Rhein-Lippe eG somit auf 50 Stunden erhöht und vor allem können die Kunden selber entscheiden, auf welchem Weg sie Kontakt aufnehmen möchten. „Entscheidende Schritte zur Multikanalbank sind somit bereits gegangen“, resümiert Ulf Lange (Vorstandsmitglied) das letzte Geschäftsjahr.

Mit den umgebauten Bankstellen Mehrhoog und Friedrichsfeld hat die Volksbank ihre Aussage, in der Fläche zu bleiben, kräftig untermauert. Neben den großen Beratungszentren in Dingden, Hamminkeln, Voerde und Wesel sind damit auch die ersten zwei kleineren Bankstellen renoviert und modernisiert worden. Die Filiale in Spellen wird in diesem Jahr folgen. Weitere Bankstellen sind perspektivisch in der Überlegung.

Die Bedeutung der regionalen Nähe ist tief verwurzelt und spielt - neben den genossenschaftlichen Werten - für die Bank eine große Rolle. So hat die Geschichte der heutigen Volksbank Rhein-Lippe eG im Teilmarkt Voerde bereits vor fast 150 Jahren begonnen. Dort wurde in Götterswickerhamm mit dem Götterswickerhammer Vorschussverein der Grundstein für die jetzige Genossenschaftsbank gelegt. Mit aktuell 239 Mitarbeitern - davon 23 Auszubildende - ist der Finanzdienstleister 150 Jahre später ein wichtiger Arbeitgeber und etablierter Ausbildungsbetrieb für die Region geworden. Am 23. Juni 2017 wurde dieses Jubiläum mit einem Sommerkonzert in der Dorfkirche Götterswickerhamm gefeiert und am 13. Dezember letzten Jahres durch eine Ausstellung der Auszubildenden in der Bankstelle Voerde aufbereitet.

Mit Hinblick auf die genossenschaftlichen Wurzeln wundert es natürlich nicht, dass die Volksbank Rhein-Lippe eG zum 200sten Geburtstag von Friedrich Wilhelm Raiffeisen auch beim „Raiffeisenjahr 2018“ mitmachen wird. (Raiffeisen war ein deutscher Sozialreformer und Bürgermeister in Weyerbusch. Er gehört zu den Gründern der genossenschaftlichen Bewegung in Deutschland und ist der Namensgeber der heutigen Raiffeisenorganisationen.) So ist zum Beispiel geplant, jedes erfolgreich finanzierte Projekt auf der Crowdfunding-Plattform der Bank, mit 200 Euro zusätzlicher Spende zu bezuschussen. Das heißt, es gibt pro Jahr Friedrich Wilhelm Raiffeisen einen zusätzlichen Euro für die gemeinnützigen Projekte in der Region.

Die Crowdfunding-Plattform der Volksbank Rhein-Lippe eG gibt es seit Juni 2016. Nachdem sich die Aktion „viele schaffen mehr“ in der Region herumgesprochen hat, nutzen mittlerweile regelmäßig Vereine das Angebot der Bank und stellen dort ihre Projektideen ein. Der Ansatz ist, dass viele Bürger kleine Summen für ein gemeinsames Projekt spenden und die Volksbank Rhein-Lippe eG als Anreiz noch einen Bonus oben drauf gibt. Zusammen gekommen sind so schon für 18 Projekte mehr als 45.000 Euro. Mitmachen lohnt sich also (www.volksbank-rhein-lippe.viele-schaffen-mehr.de). Insgesamt hat die Volksbank Rhein-Lippe eG im letzten Jahr über 245.000 Euro in Form von Spenden und Sponsoring in die Region gegeben. Mit Unterstützung der vier Filialleiter und des Aufsichtsrat-Regionalfonds, welche alle ein eigenes Budget haben, sind eine Vielzahl von tollen und sinnvollen Aktionen und Projekte realisiert worden. Von einem Kickertisch für ein Jugendheim in Dingden bis zu neuen Trikots für eine Jugendmannschaft in Voerde war alles dabei.