Bauverein Wesel AG: Volksbank Rhein-Lippe eG trägt zur Sachaufklärung bei

Gegenüber der Volksbank Rhein-Lippe werden im Zusammenhang mit einer Beteiligung an der Bauverein Wesel AG überzogene Vorwürfe erhoben. Am 2. November 2016 haben Dirk Bottermann, (Aufsichtsratsvorsitzender) und Ulf Lange (Mitglied des Vorstandes der Volksbank Rhein-Lippe eG) vor dem Rat der Stadt Wesel zu den erhobenen Anschuldigungen Stellung genommen.


Im Kern geht es bei den Vorwürfen um Folgendes: In der Hauptversammlung der Bauverein Wesel AG am 29. Juni 2016 wurde im Namen der Volksbank Rhein-Lippe eG durch einen Investor eine 10-prozentige Dividende für die Aktionäre des Bauvereins Wesel gefordert. Kritiker dieser Forderungen behaupten, dass die höhere Dividende dem Bauverein Wesel Liquidität entziehen würde. In der Folge könnte weniger investiert werden und mittelfristig würden tausende Mieter eine Mieterhöhung befürchten.


Was heißt es wurden „im Namen“ der Volksbank Rhein-Lippe eG Forderungen gestellt:
Der Investor nimmt seine Stimmrechte seit 24 Jahren eigenständig wahr, aber offiziell im Namen der Volksbank Rhein-Lippe. Er hat seine Forderungen nicht mit der Bank abgesprochen.


Wie kann das sein: Im Jahre 1992 hat die damalige Raiffeisenbank Wesel ihre Beteiligung an der Bauverein Wesel AG verkauft. Diese Beteiligung hatte eine besondere Form, sogenannte „vinkulierte Namensaktien“. Bei ihnen sieht der Gesetzgeber vor, dass eine Übertragung das Einverständnis der Aktiengesellschaft erfordert. Die Bauverein Wesel AG hat dieser Übertragung nicht zugestimmt. Daher ist Ihre Volksbank Rhein-Lippe juristisch gesehen noch Aktionär und im Aktienregister eingetragen. Der Käufer aber erhielt alle Aktionärsrechte und bekommt seither auch die Dividende.


Sonstiges: Dieser Vorgang ist dem Vorstand, dem Aufsichtsrat und vielen Aktionären der Bauverein Wesel AG seit vielen Jahren bekannt.


Was ist noch wichtig: Sozialpolitische oder wohnungsbaupolitische Belange werden durch den damaligen Verkauf nicht beeinträchtigt. Es handelte sich bei diesen Aktien um insgesamt ca. 0,6 Prozent  des Stammkapitals der Bauverein Wesel AG. Die Stadt Wesel hält gemeinsam mit seinen Stiftungen insgesamt über 71 Prozent des Aktienkapitals. Sie bestimmt damit alle wesentlichen Entscheidungen. Aus dieser Mehrheitsposition trifft sie auch die Entscheidung über die zukünftige Dividendenhöhe.


Aus Sicht der Bank:
Wir tragen gerne konstruktiv zur Lösung der Probleme im Bauverein Wesel bei. Nicht zu akzeptieren, sind jedoch unangemessene und überzogene Vorwürfe. Als Genossenschaft wissen wir um die Verantwortung, die Unternehmen für die Gesellschaft tragen. Wir bieten 250 Menschen Arbeit, versorgen den heimischen Mittelstand und die Landwirtschaft mit Krediten. Wir finanzieren Wohneigentum und beraten Kunden in Fragen rund ums Sparen und Vorsorgen. Mit 22.000 Mitgliedern sind wir tief in der Region verwurzelt.
Aus Respekt gegenüber unseren Mitgliedern, Kunden, Mitarbeitern und Geschäftspartnern ist uns eine Versachlichung der Diskussion wichtig…


… Dabei sollen auch die folgenden 12 Fragen und Antworten helfen.
Sie erreichen aber auch gerne unser Vorstandsmitglied Ulf Lange für Fragen und Anmerkungen.